Diese frühen Mixes (ca. 1987-1993) entstanden mit Hilfe einer analogen 4-Spur-Bandmaschine (Tascam Porta Two), zwei Turntables (Technics 1210, was sonst) und ein paar Samples mit dem Commodore Amiga. Mit den PCs heutzutage wäre so etwas keine große Kunst mehr, für damalige Verhältnisse war das aber ganz ordentlich und außerdem ziemlich harte Arbeit.Ziel dieser Mixes war es, möglichst viele Songs/Samples/Beats/Platten in einem Mix zu vereinen. Der „Chaos-Mega-Mix“ ist ein Rap-Mix, der wohl nur für Hardcore-HipHop-Freaks erträglich ist.
DJ Rübezahl - The Chaos-Mega-MixDer „Cross-Over-Mega-Mix“ entstand nach der nächsten für mich wichtigen Musik-Revolution Anfang der 90er Jahre. Der Seattle-Grunge-Sound sorgte dafür, dass die Grenzen zwischen weißem Heavy Metal Sound und schwarzen HipHop-Beats verwischten und plötzlich konnte man in Indie-Rock-Schuppen auch Rap-Songs von z.B. „Cypress Hill“ oder „House of Pain“ hören. Diese Zeit ist für mich immer noch die schönste Musik-Periode an die ich mich erinnere. Bands wie „Pantera“ waren Nummer 1 in den Deutschen Album-Charts und ich erweiterte meinen bislang „strictly HipHop“ Horizont und entdeckte meine Liebe zu Alternative-Rock, Punk, Hardcore, Britpop usw.
DJ Rübezahl - The Crossover-Mega-Mix
Der „Paid-In-Full-Mega-Mix“ ist eine Homage an den Song „Paid in Full“ von Eric B. und Rakim, der mit seinem Coldcut-Remix den Beginn der New School einläutete und mit auch die Sampling-Ära begann. Der Mix lief sogar mal bei Radio Gong in München bei einem gewissen Herr Langemann (der mit Michael „Bully“ Herbig eine legendäre Morning-Show machte), und danach kamen tatsächlich viele Anfragen von Hörern, die den Mix gerne auf Kassette hätten. Tja, damals gab es eben noch keine gebrannten CDs oder MP3-Files.
DJ Chief & DJ Rübezahl - The Paid-In-Full-Mega-Mix
Fusions (Bastard Pop)
Besonders fasziniert hat mich immer die Verwendung von Samples bekannter Pop-Lieder in Rap-Stücken. Um an diese Samples zu kommen, musste ich mir immer die Original-Versionen besorgen und so erweiterte ich meinen musikalischen Horizont enorm. Die Vermischung der Originale mit der Rap-Version war ein Experiment, aus dem diese Mixes hervorgingen. Heute nennt sich diese Art Mix „Bastard Pop“ und bildet eine eigene Musik-Subkultur. Tja, da war ich meiner Zeit wohl 10 Jahre voraus. Aber heute mit PC-Technik und Internet ist es ja auch keine Herausforderung mehr.
Queen vs. Two Live Crew – We Will Rock Word II
Peter Gabriel vs. 3rd Bass – Pop Goes The Sledgehammer
Eric Clapton vs. EPMD – I Strictly Shot The Sheriff´s Business
Tears For Fears vs. Cash Money & Marvellous – Ugly People Please Head Over Heels
Genesis vs. Eric B. & Rakim – As The Rhyme Goes On Tonight Tonight Tonight
Genesis vs. Derek B. – Bullet From Mama
Toto vs. MC Lyte – Poor Georgy Porgy